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Vom Krankmelden und Gesundschreiben

Literatur und/als Psycho-Soma-Poetologie?

57. Literaturtagung 
28. bis 30. September 2017
St. Pölten (Unterbringung im Hippolyt-Haus St. Pölten)


Programm

 

Tagungsleitung: Univ.Doz. Dr. Artur R. Boelderl
Veranstalter: Institut für Österreichkunde (Wien) in Kooperation mit der Abteilung für Fachdidaktik / AECC Deutsch am Institut für GermanistikAECC
Kooperation: Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie (Wien) / FWF-Projekt Topographien des Körpers (P25977-G22)
Anmeldung über das Institut für Österreichkunde:
ioek.wirtschaftsgeschichte@univie.ac.at
(Die Anmeldung ist auch für einzelne Tage möglich.)


Gesundheit und Krankheit gehören seit jeher zum Themenkreis der Literatur, die insofern an deren jeweiligem Verständnis mitschreibt. Ganze Narrative der Weltliteratur präsentieren sich als gleichsam protokollarische Meldungen über die Veränderungen und Entwicklungen von Gesundheitszuständen oder Krankheitsbildern. Darüber hinaus spielt die Frage der Gesundheit/Krankheit bei der Motivation von Autor*inn*en, überhaupt literarisch tätig zu werden, eine maßgebliche Rolle. Für andere Schriftsteller*innen wiederum sind ihre eigenen fachmedizinischen Kenntnisse Inspiration zumindest bei der Themenwahl gewesen und haben wohl auch weiterreichende Spuren in ihrem Werk hinterlassen. Und nicht zuletzt fungiert die Differenz gesund/krank als eines jener oppositionellen Begriffspaare, um die herum sich eine Kultur bzw. eine Epoche über ihre jeweiligen Werthaltungen verständigt – was immer auch im Medium der Kunst und ihrer vielfältigen Erscheinungsweisen geschieht, von denen die literarische zweifellos eine der wichtigsten ist. Wie wahr/falsch und gut/böse gehört auch gesund/krank zu den konstitutiven Parametern der „Episteme“ eines Zeitraums, wie sie im Ensemble von dessen spezifischen Wissensdiskursen zum Ausdruck kommt.

Die Tagung thematisiert die an der „großen Vernunft des Leibes“ (Nietzsche) ausgerichtete metaphorische Kraft dieser kulturbildenden Unterscheidung, deren Stoßrichtung im Übrigen keineswegs nur in eine Richtung geht. Wie die Differenz zwischen Psyche und Soma ist auch die Grenze zwischen Gesundheit und Krankheit begrifflich-definitorisch diffus bzw. historisch wandelbar; umso vielversprechender die Aussicht, an ihr entlang die Frage nach der ärztlichen Dimension von Literatur resp. der literarischen Dimension von Medizin zu verfolgen:

Wie erscheinen Gesundheit und Krankheit in der Literatur? Wie gehen Autor*inn*en literarischer Werke mit eigener und/oder fremder Krankheit um? Wie werden die jeweiligen Auffassungen und Definitionen von Gesundheit/Krankheit in der Literatur zum Ausdruck gebracht? Welchen Einfluss üben umgekehrt literarische Werke auf solche Auffassungen aus? Welche Rolle spielen sie im diskursiven Kontext einer bestimmten Epoche – und der Gegenwart?

 
 
 
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