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Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung

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Politische und epistemische Gewalt

Für die Friedensforschung tragend gewordene Konzepte wie das der strukturellen oder der symbolischen Gewalt haben sich aus eurozentrischen und universalistischen Theorietraditionen entwickelt, die zunehmend von postkolonialen Traditionen herausgefordert werden.

 

Dabei geht es vor allem darum, globale Verbindungslinien zwischen vermeintlich getrennten Einheiten (zB Innen- versus Außenpolitik, der Westen versus der Orient etc.) in ihrer Komplexität und Asymmetrie sichtbar und analysierbar, damit aber auch kritisierbar und veränderbar zu machen.

 

Auch junge und kritische Wissenschaftszweige wie das Feld der Friedensforschung haben ihre Ambivalenzen und Widersprüche, auf die mit dem Begriff der epistemischen Gewalt hingewiesen werden kann. Mit ihm wird beforscht, inwiefern Wissens- und Forschungspraktiken selbst in einem Zusammenhang mit politischen Gewalt-, Macht- und Herrschaftsverhältnissen stehen.

 

Diesen Ansatz für die Friedensforschung nutzbar zu machen bildet einen aktuellen Schwerpunkt unserer Arbeit. Mit ihm sollen die theoretischen Grundlagen der Friedens- und Konfliktforschung, ihre Potenziale und Perspektiven ebenso wie ihre Herausforderungen und Begrenzungen im Sinne einer friedenswissenschaftlichen Grundlagenforschung bearbeitet und für die Praxisfelder der Friedenspädagogik und der Politischen Bildung anschlussfähig gemacht werden.

 


FWF-Projekt Theorizing Epistemic Violence

(Elise-Richter-Exzellenzprogramm)

Ziel dieses Projekts an der Schnittstelle zwischen Friedensforschung und Politischer Theorie ist es, zu einer Theoretisierung von ‚epistemischer Gewalt‘ beizutragen. Dies ermöglicht, Zusammenhänge zwischen engeren Verständnissen von ‚politischer Gewalt‘ einerseits und eurozentrischen Traditionen global dominanter Wissensformationen andererseits herzustellen. Dazu werden erstens existierende Verwendungsweisen des Begriffs epistemische Gewalt zusammengeführt. In einem zweiten Schritt werden weite Gewaltkonzepte aus den Sozial- und Geisteswissenschaften in Hinblick auf ihre Nützlichkeit für eine Weiterentwicklung eines Konzepts epistemischer Gewalt analysiert.

Damit werden zwei Desiderata verbunden: die schwache epistemologische Reflexion über weite Gewaltbegriffe innerhalb von ‚westlichen‘ Debatten einerseits, die jedoch eine Fülle nützlicher Zugänge auch zu weiten Gewaltbegriffen bieten, und die nur punktuell vorhandene Berücksichtigung existierender Gewalttheorien innerhalb post- und dekolonialer Forschung andererseits, die sich zentral mit den Voraussetzungen, Funktionen und Konsequenzen von Wissen(schaft) für global asymmetrische Macht-, Herrschafts- und schließlich auch Gewaltverhältnisse beschäftigt.

 

Jänner und Februar 2016: Vistiting Research Fellow an der School of Politics and International Relations, Queen Mary University of London

 

Bericht im Der Standard: Forschungsbeilage vom 25.11.2015

Vom Forschen im Ausland: Bericht in den Uni-News vom 24.2.2016

 


Friedensforschung und (De)Kolonialiät

Workshop | 7.-9. Dezember 2016 in Wien

IFF Wien, Schottenfeldgasse 29 | Raum SR 3a T2

Programm

Link zur Website AFK, AK Herrschaftskritische Friedensforschung

 

Mit Beteiligung des ZFF:

Call for Papers

Workshop "Exploring Epistemic Violence"

22. Feber 2016, 10:00-18:00 Uhr

School of Politics and International Relations Queen Mary University London

Einreichungen bis 15. Dezember 2015 möglich

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Programm

 


Konflikt-KomplizInnen?

Wissenschaft und kognitive Militarisierung

Vortrag im Rahmen der 19. Jahrestagung der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen

Vortrag | Bericht im Lokalradio "Wüste Welle"

 

 

Mit Beteiligung des ZFF:

Stell dir vor, es ist Krieg... Zum wissenschaftlichen Umgang mit kriegerischer Gewalt 47. Kolloquium der Arbeitsgemeinschaft für Friedens,- und Konfliktforschung

vom 19. bis 21. März 2015 im Evangelischen Johannisstift in Spandau bei Berlin

Weitere Informationen finden Sie hier:

AFK-Website

 

 
 


 

Mit Beteiligung des ZFF:

Kassandras Dilemma - Oder: Was kann Friedens- und Konfliktforschung?

Gastvortrag zur Eröffnung des Studienjahres im MA "Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung" an der Universität Augsburg

Vortrag | Link zur Ankündigung

 

 

Von epistemischer Gewalt zu epistemischem Ungehorsam? Herausforderungen durch und für feministische Forschung

Tagung des Zentrums Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin

in Kooperation mit dem Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik

16. Mai 2014, Senatssaal, HU Berlin

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What the FuK?! Kritische Perspektiven in der/auf die Friedens- und Konfliktforschung

3. Konferenz junger Wissenschaftler/innen der AFK

 

2. und 3. April 2014

Evangelische Akademie Villigst, Deutschland

 

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

 

 

"Caroline-von-Humboldt-Preis" für Claudia Brunner

Claudia Brunner wurde für ihre Forschung zu dem Thema "epistemische Gewalt" mit dem "Caroline-von-Humboldt-Preis" ausgezeichnet.

Dieser beinhaltete einen Gastaufenthalt am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humbold-Universität zu Berlin.

 

 




8th Feminist Research Conference

Budapest, 17.-20. Mai 2012

 

In Kooperation mit dem Netzwerk Friedensforscherinnen der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung organisierten wir ein Panel auf der 8th Feminist Research Conference in Budapest:

 

http://8thfeministconference.org/
 
Strand 11: Violence Revisited: Security, War and Peace Narrated
Panel: Embedded Feminism? Epistemic and/as Political Violence. Chair: Claudia Brunner, Speakers: Gabriele Dietze, Mechthild Exo, Katrin Oberdorfer

 

 


Publikationen und Vorträge zum Thema

 

Publikationen

Vorträge

 

Rezension zu der Publikation Wissensobjekt Selbstmordattentat

Details zur Publikation finden Sie hier.

 


Kontakt

 
Ass. Prof.in Mag.a Dr.in Claudia Brunner (dzt. f. FWF-Projekt karenziert)
Assistenzprofessorin, dzt. Leitung des FWF-Projekts "Epistemische Gewalt" (1.4.2015-31.1.2020)
 

Raum Standort Wien, Schottenfeldgasse 29/1, 1070 Wien, Raum 403/4T1
Sprechstunde nach Vereinbarung
T ++43 (0) 463 2700 8652 (Weiterleitung an Standort Wien)
F ++43 (0) 463 2700 998652
E claudia.brunner@aau.at
W http://epistemicviolence.aau.at/index.php/de/startseite/
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