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Für eine LehrerInnenaus- und weiterbildung an der Universitaet!

Resolution der Tagung „Deutschdidaktik und Deutschunterricht vor neuen Herausforderungen", Klagenfurt, 3. 3. 2005

Die TeilnehmerInnen der Deutschdidaktik-Tagung in Klagenfurt am 3. März 2005 sprechen sich für eine gemeinsame, wenn auch nach Schultypen differenzierte LehrerInnen-Aus- und Fortbildung an der Universität aus.


Die Ergebnisse der PISA-Studie legen nahe, sich an erfolgreichen Ländern, wie z.B. am finnischen Modell, zu orientieren, wo die gesamte LehrerInnenbildung an den Universitäten stattfindet, von den KindergärtnerInnen bis zu den Sekundarschul-lehrerInnen.

Die TeilnehmerInnen der Deutschdidaktik-Tagung sind besorgt, dass hier zu Lande Stimmen laut werden, die die gesamte LehrerInnenbildung aus den Universitäten herausnehmen und sie an den künftigen Pädagogischen Hochschulen ansiedeln wollen.

Die TeilnehmerInnen der Deutschdidaktik-Tagung betrachten dies als einen Rückschritt, der im Gegensatz zum internationalen Trend steht. Sie sind davon überzeugt, dass nur eine universitäre Verankerung die notwendige fachliche und pädagogische Ausbildung auf wissenschaftlicher Grundlage sichert. Gerade das Beispiel Deutschdidaktik und die 30-jährige Erfolgsgeschichte der Zeitschrift „informationen zur deutschdidaktik" (ide) zeigen die Leistungsfähigkeit der österreichischen Universitäten auf dem Gebiet der Aus- und Fortbildung der LehrerInnen und die Wichtigkeit des Zusammenspiels von universitärer Fachausbildung, Fachdidaktik und wissenschaftlicher Pädagogik. Die Vorteile dieses Modells sollen im Interesse der SchülerInnen und Eltern künftig allen LehrerInnen zu Gute kommen.

Durch die universitäre Form der LehrerInnenaus- und -fortbildung wird eine qualitätsvolle, differenzierte Bildungslandschaft garantiert, die den europäischen Standards entspricht.

Hintergrund: Die Tagung „Deutschdidaktik und Deutschunterricht vor neuen Herausforderungen" fand aus Anlass des 30-jährigen  Bestehens der Zeitschrift „informationen zur deutschdidaktik" (ide) an der Universität Klagenfurt statt. Die am Institut für Germanistik der Uni Klagenfurt herausgegebene „ide" ist Österreichs einzige deutschdidaktische Zeitschrift, die sich nicht nur in Österreich, sondern im ganzen deutschen Sprachraum eines hohen Ansehens erfreut. Die Jubiläumstagung versammelte rund 80 führende DeutschdidaktikerInnen aus ganz Österreich - MitarbeiterInnen von den Germanistik-Instituten aller österreichischer Universitäten, ArbeitsgemeinschaftsleiterInnen, PI-MitarbeiterInnen und andere MultiplikatorInnen. Sie diskutierten die Schwerpunkte Bildungsstandards nach der PISA-Studie, Verbesserung des Sprachunterrichts, Literaturerziehung im Medienzeitalter sowie Mehrsprachigkeit im Deutschunterricht.


Kontakt:

A.o.Prof. Dr. Werner Wintersteiner
Institut für Germanistik
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
email:
werner.wintersteiner@uni-klu.ac.at
 


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