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Umfangreiches Fest- und Nachdenkprogramm zum Thema „50 Jahre Staatsvertrag“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
An der Alpen-Adria-Universität beginnt am 23. Mai 2005 eine breit gefächerte Veranstaltungsfolge, die sich dem Themenkreis „Staatsvertrag“ aus unterschiedlichen Perspektiven annähert.
Ehrendoktorwürde für Janko Pleterski
Der slowenische Historiker Univ.-Prof. Dr. Janko Pleterski erhält am 23. Mai die Ehrendoktorwürde der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt verleihen. Janko Pleterski ist der profilierteste Vertreter der slowenischen Geschichtsforschung und ein besonderer Kenner der Kärntner Frage.
Pleterski gehört auch zu den wenigen noch lebenden Beteiligten der Staatsvertragsverhandlungen.
Eröffnung der Foto-Ausstellung „Von der Befreiung zur Freiheit“ von Erich Lessing
Ebenfalls am 23. Mai findet die Vernissage zur Fotoausstellung statt „Von der Befreiung zur Freiheit“ statt. Die Ausstellung selbst wird vom 23. Mai bis zum 3. Juli in der Foyer-Galerie des Hauptgebäudes zu sehen sein. Erich Lessing ist einer der wenigen österreichischen Fotografen, der große internationale Bekanntheit erreicht hat. In seinen Bildern zeigt er den Weg zum Staatsvertrag aus verschiedenen Perspektiven dieser ereignisreichen Zeit: vom Alltag, den täglichen Schwierigkeiten bis hin zu Aspekten der nationalen und internationalen Politik. Ziel der Ausstellung – ganz besonders an unserer Universität – ist es, Geschichte greifbar zu machen und den Dialog zwischen jüngeren und älteren Menschen zu fördern.
Optisches Highlight wird neben den Fotos von Erich Lessing ein Großplakat mit den riesigen Dimensionen 7 mal 7 Metern sein, in dem die Personen auf dem berühmten Bild vom Balkon des Schlosses Belvedere in Lebensgröße präsentiert werden. Wir freuen uns auch ganz besonders, dass neben der Ausstellungskuratorin Angelica Bäumer, auch Erich Lessing persönlich bei der Vernissage anwesend sein wird.
Symposium mit Vorträgen von Dr. Franz Vranitzky und Milan Kučan
Der Abend des 23. Mai wird mit zwei Vorträgen von Dr. Franz Vranitzky, dem ehemaligen Bundeskanzler der Republik Österreich und Milan Kučan, dem ehemaligen Präsidenten der Republik Slowenien abgeschlossen. Die beiden Vortragenden werden den Staatsvertrag aus jeweils ihren eigenen Perspektiven beleuchten und darstellen.
Der Österreichische Staatsvertrag und die Minderheiten
Am 24. und 25. Mai findet im Musil-Institut eine Tagung statt, die die Minderheitenregelungen im Staatsvertrag thematisiert. International renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beleuchten die Minderheitenregelungen im Österreichischen Staatsvertrag auf kritische Weise und stellen internationale Vergleiche her. Dabei werden auch einige sehr heikle Themen wie das „Massaker von Bleiburg 1945“ angesprochen.
Die beiden wissenschaftlichen Leiter der Tagung, der Zeithistoriker Karl Stuhlpfarrer (Dekan der kulturwissenschaftlichen Fakultät) und Augustin Malle (Leiter des Slowenischen wissenschaftlichen Instituts in Klagenfurt) wiesen in der Präsentation des Tagungsprogramms darauf hin, dass die Minderheitenfrage nicht nur im prominenten Artikel 7 behandelt wird, sondern auch an einigen weiteren Stellen des Vertrags. Und dass sich diese Reglements nicht nur auf die slowenische Minderheit in Kärnten beziehen wie überhaupt die Minderheitenproblematik eine großes europäisches Thema sei, dem man sich vergleichend nähern sollte und dabei immer den kritischen Zutritt wahren muss.
Bei der Pressekonferenz am 4. Mai betonte der Vizerektor für Forschung und Entwicklung Martin Hitz, dass sich die Universität nicht nur heuer im Jubiläumsjahr, sondern sich schon immer und in mehreren Fachbereichen beständig um die Geschichte Österreichs gekümmert hat und es in diesem Jahr natürlich angemessen ebenso tut.
Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei zu besuchen.
Das Programm zur Tagung sowie nähere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage www.uni-klu.ac.at/staatsvertrag oder bei Annegret Landes (0463/2700-9322).
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