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Porträt der IFF

 

 

 
Die IFF

Die "Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (Klagenfurt – Graz – Wien) (IFF)" wurde mit 1. Jänner 2004 an der Universität Klagenfurt eingerichtet. Die institutionelle Vorgeschichte beginnt jedoch bereits im Jahr 1979 mit der Gründung des „Interuniversitären Forschungsinstituts für Fernstudien“ („das IFF“)[1].

Die IFF pflegt vertragliche Kooperationsbeziehungen zu anderen österreichischen Universitäten und ist mit einer Vielzahl von Partnern im In- und Ausland verbunden.

 

Public Goods

Die IFF wirkt durch Forschung, Entwicklung, Beratung, Lehre und Weiterbildung an der Bearbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen mit. Die damit verbundenen Problemstellungen werden als Fragen nach dem Umgang mit "public goods" wie Gesundheit, Umwelt, Raum, Technologie, Bildung oder Wissenschaft verstanden. 

 
Problemorientierung

Die Themen der IFF sind breit gestreut. Im Prinzip ist die Fakultät offen für jede Aufgabenstellung, bei der inter- und transdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit einen wesentlichen Beitrag zu leisten verspricht. Die Fakultät ist entlang ausgewählter gesellschaftlicher Problemfelder organisiert und einer Balance zwischen bewährten und neuen Forschungsschwerpunkten verpflichtet. Das Spannungsfeld von Theorieentwicklung und Anwendung wird produktiv genutzt.

 

Reflexivität

Die Forschung der IFF richtet sich sowohl auf die konkreten, oft unmittelbar drängenden Aspekte eines Problems als auch auf die Reflexion der sozialen, historischen, anthropologischen, kulturellen, organisationalen oder räumlichen Kontexte. Die Problemorientierung erfordert die ständige Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen wissenschaftlichen Organisationsformen.

 

Interdisziplinarität

Ein vorrangiges Arbeitsprinzip der IFF ist methodische und disziplinäre Vielfalt. Dies wird durch die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teams ermöglicht und kann durch gegenseitige Irritation und Kooperation der Arbeitsbereiche im Rahmen der Fakultät aufrecht erhalten werden. Für die IFF ist daher eine intensive und reflektierende Kommunikationskultur besonders bedeutsam.


Transdisziplinarität

Gemäß dem Auftrag der IFF ("public goods") werden Projekte der IFF sehr oft in Kooperation mit Personen und Organisationen ausgeführt, die mit dem jeweilige Problemfeld befaßt sind. Diese außerakademischen Partner bringen entscheidende Kompetenzen in solche Prozesse ein.

 

Intervention mit Organisationsbezug

Es ist ein besonderes Anliegen der IFF, Wissenschaft in der Gesellschaft wirksam zu machen. Deshalb wird Forschung vielfach mit Intervention verbunden. Mit den AkteurInnen in einem Problemfeld werden Diagnosen multiperspektivisch erarbeitet, Alternativen gedacht, Strategien entworfen und oft in wissenschaftlich begleiteten und evaluierten Pilotprojekten umgesetzt.

In den meisten Fällen erfordern Interventionen ein Lernen von Personen und von Organisationen. Daher haben komplexe Bildungsprozesse, Organisationsforschung und Organisationsentwicklung für die IFF einen hohen Stellenwert.

 

Gesellschaftliche Bildung

Die IFF entwickelt Strategien, mit gesellschaftlichen Problemen umzugehen. Dabei entstehen in der Regel keine fertigen Verfahren, die, einmal implementiert, hinter dem Rücken der Beteiligten funktionieren. Solche Prozesse erfordern vielmehr bewusste Entscheidungen und die Beteiligung der Betroffenen. Bildungsauftrag der IFF ist es, Kollektive und Individuen dazu zu befähigen, reflektierte Entscheidungen zu treffen.

 

Universitäre Weiterbildung
Ein Großteil der Lehrtätigkeit der IFF gilt der Weiterbildung. Die Fakultät bietet eine Reihe von Universitätslehrgängen mit verschiedenen Abschlussmöglichkeiten an. Meist stellen die Weiterbildungsaktivitäten Beziehungen zu den Praxisfeldern der TeilnehmerInnen her und sind mit Forschung und Intervention gekoppelt.  
 
Doktorats- und Masterstudien

Die Studienprogramme der IFF sind forschungsnah gestaltet. Die interdisziplinäre Lehre setzt mit dem Master auf Bakkalaureatsstudien anderer Fakultäten und Universitäten auf. Die Doktoratsstudienprogramme sind als interdisziplinäre DoktorandInnenkollegs organisiert.

 

Beiträge zu Studien

Die IFF leistet darüber hinaus ‑ ausgehend von ihren Arbeitsgebieten ‑ Beiträge zu vielen Studien anderer Fakultäten und Universitäten. Die Angebote richten sich vor allem an fortgeschrittene Studierende und bestehen unter anderem aus der Betreuung externer Diplomarbeiten und Dissertationen.


Die MitarbeiterInnen der IFF

Derzeit verfügt die IFF über ca. 80 Universitätsplanstellen, die teilweise mit 2 Personen besetzt sind. Weiters gehören der IFF etwa 60 freie sowie durch Drittmittel finanzierte MitarbeiterInnen an; hinzu kommt eine große Zahl externer Lehrender. Insgesamt ist ein breites Spektrum von Wissenschaftsbereichen personell repräsentiert: Geistes-, Human- und Kulturwissenschaften, Natur-, Ingenieur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Hinzu kommen ExpertInnen aus verschiedensten Praxisfeldern.

 

Wissenschaftsmanagement

Neben der fachlichen Qualifikation der MitarbeiterInnen besteht eine gemeinsame Kompetenz darin, Wissenschaft auf außerwissenschaftliche Ansprüche zu beziehen und in diesem Sinn zu managen. Die MitarbeiterInnen in der Administration sind für das Gelingen mit entscheidend. Sie erbringen komplexe Managementleistungen und sind daher konstitutive PartnerInnen des interdisziplinären Arbeitens.

 

Abteilungen und Institute

Die wissenschaftliche Arbeit der Fakultät findet in Instituten und Abteilungen (Organisationseinheiten) statt, durch die der generelle Auftrag der IFF jeweils thematisch konkretisiert wird.

 

Leitung und Mitbestimmung

Die Fakultät wird von einer/m DekanIn und einer/m ProdekanIn geleitet, die für den Standort Klagenfurt-Graz beziehungsweise für den Standort Wien zuständig sind. Sie werden durch Konferenzen der LeiterInnen von Organisationseinheiten (ALKs) unterstützt.

Die kollegiale Mitbestimmung erfolgt im Rahmen der Fakultätskonferenz. Zweimal pro Jahr findet eine Fakultätsklausur statt, die der strategischen Diskussion und der Evaluation von Einheiten oder Projekten gewidmet ist.

 

Derzeit sind an den Standorten Klagenfurt/Graz und Wien folgende Institute bzw. Abteilungen eingerichtet:

  • Unterrichts- und Schulentwicklung (Klagenfurt und Wien)
  • Didaktik der Mathematik (Klagenfurt und Wien)
  • Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung (Wien)
  • Technik- und Wissenschaftsforschung (Klagenfurt und Graz)
  • Soziale Ökologie (Wien)
  • Stadt, Region und räumliche Entwicklung (Wien)
  • Interventionsforschung und Kulturelle Nachhaltigkeit (Klagenfurt)
  • Organisationsentwicklung und Gruppendynamik (Wien und Klagenfurt)
  • Palliative Care und OrganisationsEthik (Wien)

 



[1] Die 30-jährige Geschichte der IFF ist nachzulesen bei: Markus Arnold (Hrsg.), iff. Interdisziplinäre Wissenschaft im Wandel, Münster 2009.

 
 
 
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