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Profil der Lehre

Die Universität Klagenfurt versteht sich als regioales Exzellenzzentrum mit hoher Vernetzung. Die doppelte Positionierung als Regionaluniversität und Multicampusuniversität ist eines ihrer Alleinstellungsmerkmale. Die Universtät bietet daher auch Lehre an mehrere Standorten an. Außer in Klagenfurt ist sie durch ihrer Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) in Graz und Wien präsent. Die Fakultät arbeitet a der Re-Akademisierung der Lehre modellgebend mit. Sie nützt Synergien zwischn der regionalen Verankerung und ihrer räumlichen Nähe zu anderen Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, etwa bei der Zusammenstellung interdisziplinärer Lerngruppen und der Entwicklung gemeinsamer Lehrangebote.

Die Angebote der Fakultät

Die IFF bietet universitäre Weiterbildung, zum Teil in Universitätslehrgängen, Doktoratsstudienprogramme, das Masterstudium Sozial- und Humanökologie sowie ergänzende Module zu Studien anderer Fakultäten und Universitäten an. Die Weiter­bildungs­programme beziehen sich auf die Praxisfelder der TeilnehmerInnen. Die Doktoratsstudienprogramme sind in derzeit sechs interdisziplinären DoktorandInnen­kollegs organisiert. Ebenso wie andere Programme der Fakultät baut das Master­studium Sozial- und Humanökologie auf Angeboten anderer Fakultäten und Universitäten auf. Ein Masterstudium Gruppendynamik und Organisationsentwicklung soll verwirklicht werden. Entsprechend den Arbeitsgebieten der Fakultät richten sich alle Angebote vor allem an fortgeschrittene Studierende. In der Master- und DoktorandInnen­ausbildung steht die IFF für hochwertige Studien, die für in- und ausländische Studierende attraktiv sind. Die Lehre der Fakultät stärkt insbesondere die Schwerpunkte „Organisation und Nachhaltigkeit“ und „Kultur, Bildung und Leben“ im Profil der Universität.

Die Qualität unserer Lehre

Die IFF ist entlang gesellschaftlicher Problemfelder organisiert, die sie beforscht und in die sie interveniert. In der Lehre werden dementsprechend Erfahrungswissen und Fachwissen vermittelt und zugleich dessen problemorientierte Umsetzung in praktischen Kontexten erlernt. Die Lehre der Fakultät zeichnet sich daher gleichermaßen durch Forschungsnähe und Praxisnähe aus. Die drei Säulen unseres Angebots sind disziplinäre Tiefenkompetenz, interdisziplinäre Übersetzungskompetenz und transdisziplinäre Kommunikationskompetenz. Fachliche Fähigkeiten sind zwar von großer Wichtigkeit, aber heute in praktischen und beruflichen Kontexten nicht mehr ausreichend. Wissenschaftliche Kompetenz wird daher an der IFF gemeinsam mit Reflexionskompetenz, Sozialkompetenz, Problemlösungskompetenz, Genderkompetenz und der Kompetenz zur Gestaltung von sozialen (Lern‑)Prozessen vermittelt.

Unsere Didaktik

Die Studierenden der Fakultät kommen aus verschiedenen Disziplinen und bringen zu einem größeren Teil bereits berufliche Erfahrungen mit. Sie werden von den Lehrenden als PartnerInnen auf Augenhöhe und ExpertInnen ihrer Kontexte verstanden, mit denen ein Prozess des Teilens von Wissen gestaltet wird. Diese Form der Interaktion erfordert intensive Betreuung. Gute Betreuungs­­verhältnisse sind dafür Voraussetzung und zugleich ein Merkmal der IFF-Lehre. Die Didaktik orientiert sich an der Frage, welche Formen welchen Inhalten jeweils angemessen sind. Klassische didaktische Formen werden mit Formen des Erfahrungslernens und der Prozess­gestaltung innovativ kombiniert. Ein wesentliches Element interdisziplinärer Lehre ist das Team-Teaching, in dem Lehrende unterschiedlicher disziplinärer Herkunft kooperieren. Die Lehrenden fördern die Bildung von Netzwerken und die Kooperation unter den Studierenden. Dabei werden auch die Chancen, die technische Medien (e‑learning) bieten, genützt.

Wichtige Voraussetzungen unseres Angebots

Da die Lehrangebote der Fakultät ausschließlich im postgradualen Bereich liegen, ist die Kooperation mit anderen Universitäten eine Voraussetzung für unseren Erfolg. Die IFF kooperiert unter anderem mit den Universitäten Wien und Graz, der TU Graz, der Universität für Bodenkultur und der Donau-Universität Krems. Studierende aller Fächer werden, oft zunächst als Mitbeleger, für die Angebote der Fakultät interessiert. Daher muss die IFF für die Sichtbarkeit ihrer Angebote an anderen Universitäten im In- und Ausland sorgen.

Unsere Lehre baut auf enger Verzahnung mit der Praxis auf und ist international ausgerichtet. Daher kooperieren wir mit externen Lehrbeauftragten: Als drittmittel­finanzierte MitarbeiterInnen in der Forschung bringen sie projektnahe Inhalte ein; als Gastlehrende repräsentieren sie unterschiedliche internationale Perspektiven und unterstützen die internationale Positionierung der Fakultät ebenso wie den Aufbau und die Pflege von wissenschaftlichen Netzwerken, die für die Studierenden wichtig sind, und die die Einwerbung von Drittmitteln außerhalb Österreichs erleichtern.

Unsere Lehre hat Modellcharakter

An der IFF gibt es nicht nur ein Standardangebot bewährter Lehrveranstaltungen. Wir können jedes Semester entlang der in der Forschung wichtigen Problemfelder Veranstaltungen mit neuen Inhalten und Methoden anbieten. Diese Einheit von Lehre und Forschung, die auch in der partnerschaftlichen Rolle der Studierenden ihren Ausdruck findet, bildet den Kern unseres Selbstverständnisses. Wir nehmen für die Weiterentwicklung der Lehre die Herausforderungen des Bologna-Prozesses an. Die Qualitätsanforderungen im Bereich der Doktoratsstudien werden künftig für den Weiterbildungsbereich adaptiert und auch im Bereich der Masterstudien angewendet. Diese werden als Ausdifferenzierung von Bakkalaureatsstudien anderer Fakultäten und Universitäten verstanden. Sie setzen daher Kooperationen voraus, an deren Erhalt und Intensivierung wir ständig arbeiten.

 

Stand 12/2010

 
 
 
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