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Abteilung für Kulturanthropologie

Über uns

 

 
Die Kulturanthropologie am Klagenfurter Institut für Kulturanalyse, andernorts auch „Empirische Kulturwissenschaft“ (Tübingen, Zürich), „Europäische Ethnologie“ (Wien, Innsbruck) oder „Volkskunde und Kulturanthropologie“ (Graz) genannt, versteht sich als empirische und historisch argumentierende Wissenschaft, da sie beobachtbare Phänomene in ihrem geschichtlichen Gewordensein untersucht.

 

Sie vertritt ein weites Kulturverständnis („culture as a whole way of life“ nach Raymond Williams) und stellt ahistorischen und homogenisierenden Vorstellungen von „unserer Kultur” oder einem „schon immer” gegebenen Volkstum eine relationale Analyse gegenüber. Differenzen und Widersprüche in der Gesellschaft versteht sie als einen selbstverständlichen Teil des Gemeinsamen, und überschreitet so die eingeschränkte Perspektive einer heimat- und volkstümelnden Volkskunde.

 

Die Klagenfurter Kulturanthropologie steht in der Nachfolge des 1984 gegründeten Instituts für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, das sich um die literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Sprachkulturen des Alpen-Adria-Raumes verdient gemacht hat

 

Sie befasst sich seit der Neuausrichtung im Jahr 2015 mit dem sozio-kulturellen Wandel und mit Populär- und Alltagskultur, insbesondere in einer regionalen (Alpen-Adria-Region), aber auch in einer europäisch vergleichenden Perspektive.

 

Die hier verfolgte Kulturanalyse arbeitet mit ethnographischen und qualitativen hermeneutisch-interpretativen Methoden. Sie argumentiert historisch und unter Bezug auf sozio-ökonomische gesellschaftliche Kontexte (Klasse, Schicht, Milieu, Bildung sowie hinsichtlich der Kategorien gender und "race"). Kultur wird hier einerseits als eine andere Seite der Gesellschaft verstanden. Andererseits wird Kultur (neben Ökonomie, Politik, sozialen Strukturen) als Erkenntniskategorie gedacht, um auf diese Wiese eine genauere Gesellschaftsanalyse zu ermöglichen.

 

Die Klagenfurter Kulturanthropologie untersucht beispielsweise die alltägliche Nutzung von Smartphones, sie beschäftigt sich mit Graffiti, den Oberkrainern aus dem slowenischen Begunje, der Industrial-Band Laibach und der gegenwärtigen Renaissance der Tracht. Sie fragt nach Harry Potter und dem Herr der Ringe in den Krampus-Umzügen. Sie untersucht den Wandel der Arbeit und das Verschwinden der slowenischen Sprache in Südkärnten. Sie lenkt ihre Aufmerksamkeit auf kontroverse Erinnerungspraktiken in der Alpen-Adria-Region und die Protestformen in sozialen Bewegungen in Europa. Sie analysiert Geschlechterbilder in den Medien-Debatten um die Migration und über Selfies und sie interessiert sich für das Klagenfurter Kinomuseum ebenso wie für den aktuellen Umgang mit dem Kärntner Nazi-Künstler Suitbert Lobisser.

 

In der Forschung sowie in der Lehre im Studiengang "Angewandte Kulturwissenschaft" (BA und MA) sind derzeit als Empirische KulturwissenschaftlerInnen, KulturanthropologInnen und Europäische EthnologInnen unter anderem Marion Hamm, Ute Holfelder, Klaus Schönberger und Johanna Stadlbauer aktiv. Als Lehrbeauftragte vermitteln zudem in Wissenschaft und Kulturarbeit ausgewiesene ExpertInnen Karoline Boehm, Jochen Bonz, Jurij Fikfak, Andrea Hoffmann und Johann Verhovsek die kulturanthropologische Perspektive.

Reinhard Kacianka lehrt kulturtheoretische und kulturgeschichtliche Grundlagen und vermittelt darüber hinaus grundlegende Kenntnisse des Kulturmarketings und der kulturellen Praxis.

 

Angewandte Kulturwissenschaft" meint aus Sicht der Kulturanthropologie die Konzeption von Ausstellungen, das Schreiben von Katalogtexten, die inhaltliche Organisation von thematischen Veranstaltungsreihen oder die Vorbereitung von Stadtführungen sowie die Produktion von Zeitschriften oder Radiosendungen.

 

Kontakt

Sekretariat:

 
FOInsp. Brigitte Pappler
Administrative Assistenz
 

Raum I.1.29
T +43 (0) 463 2700 2002
F +43 (0) 463 2700 992002
E brigitte.pappler@aau.at


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