Jacob S. Guggenheimer: DER SAND IN DEN AUGEN
- E.T.A. Hoffmann und die Geburt einer deutschen Männlichkeit. Edition Tri,
Klagenfurt/Celovec:Drava Verlag 2008
www.drava.at
Ort: Lakeside Park, Seminarraum B 01b
Zeit: Dienstag, 24. November 2009, 18.00 Uhr
»E.T.A Hoffmann ist der unerreichte Meister des Unheimlichen in der Dichtung« schrieb Sigmund Freud 1919 und setzte dem Autor des Sandmanns damit ein oft herbeizitiertes Denkmal. Das Gefühl des Unheimlichen aber, erklärt Freud weiter, speist sich aus der Verunsicherung, ob das »überwundene Unglaubwürdige nicht doch real möglich ist«. Das vorliegende Buch wendet diese Überlegung ins Geschichtliche und geht der Frage nach, wie kollektive Traumata, die nach fast 200 Jahren für längst überwunden gehalten werden, noch immer real wirksam sein können. Woher kommen die unheimlichen Dämonen, deren Abbild Hoffmann in seiner Erzählung fixiert? Welche psychohistorischen Gesellschaftsstrukturen verhelfen ihnen zu einer solch epochenübergreifender Lebensdauer? Und wo tauchen sie heute auf?
BEGRÜSSUNG und EINFÜHRUNG
Jutta Menschik-Bendele, Vizerektorin für Forschung
GESPRÄCH
Maschinen | Frauen | Hypnotiseure
Mit dem Autor Jacob S. GUGGENHEIMER, Koordinator und wissenschaftlicher
Mitarbeiter des Interfakultären Forschungsnetzwerks Kultur & Konflikt,
diskutieren Alice PECHRIGGL, Philosophin und Politikwissenschaftlerin
am Institut für Philosophie und dessen Vorständin
und Hubert LENGAUER Germanist und stellvertretender Institutsvorstand
des Instituts, sowie Vizerektor für Internationale Beziehungen.
Moderation: Klaus OTTOMEYER, Sozialpsychologe und Leiter der Abteilung
für Sozialpsychologie, Ethnopsychoanalyse und Psychotraumatologie am
Institut für Psychologie; alle Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
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