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Kurzportrait 

 

  

 

Liebe Studierende, liebe AbsolventInnen und liebe Freunde des
Instituts für Medien und Kommunikationswissenschaft

 

Wir müssen Ihnen mitteilen, dass Herr

 

em.Univ.Prof.
Dipl.Ing.Dr.phil.Dr.h.c.mult.

Adolf Melezinek

 

einer der Gründungsprofessoren der Universität Klagenfurt und gleichzeitig erster und langjähriger Institutsvorstand unseres Instituts am Freitag, dem 23.1.2015 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren verstorben ist.

 

Adolf Melezinek wurde am 3. Oktober 1932 in Wien geboren und war mit Vera Melezinek verheiratet. Der Ehe entsprossen zwei Kinder: Sohn Adolf (1953) und Tochter Vera (1957).

 

Er besuchte in Prag die Höhere Technische Lehranstalt für Nachrichtentechnik und maturierte im Jahre 1952 mit Auszeichnung. Danach besuchte er die Technische Universität Prag, wo er 1957 zum Diplomingenieur für Elektrotechnik spondierte. Sein anschließendes Doktoratsstudium in Pädagogik schloss er mit seiner Dissertation "Strukturtheorie und Lehre der Nachrichtentechnik" ab. Die Promotion erfolgte im Jahre 1969. Bereits 1970 habilitierte er und erhielt die Venia für Ingenieurpädagogik.

  

Sein beruflicher Werdegang führte über verschiedene Stationen in der Industrie bis hin zum Chefingenieur. Seine Lehrtätigkeit führte über den Berufschullehrer, HTL-Professor, Assistenten bis zum Dozenten.

  

Im Sommer 1971 wurde Melezinek zum ordentlichen Professor an die Lehrkanzel für Unterrichtstechnologie an der damaligen Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt berufen – dem heutigen Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft an der Universität Klagenfurt. Als Gründungsprofessor und langjähriger Institutsvorstand hatte er großen Anteil am Aufbau, an der Weiterentwicklung und am Fortbestand unseres Institutes.

 

Neben der Forschung und der Ausbildung von Studierenden, war ihm die pädagogische Weiterbildung von Lehrenden an technischen Ausbildungseinrichtungen ein großes Anliegen. Er war Begründer der „Klagenfurter Schule für Ingenieurpädagogik“, welche ein entsprechendes Curriculum entwickelte, das europaweit auch noch heute eingesetzt wird. Er gründete 1972 die „Internationale Gesellschaft für Ingenieurpädagogik“ (IGIP), welche bald über 1000 Mitglieder in 72 Ländern hatte. Er begann im selben Jahr mit der Organisation eines jährlich in unterschiedlichen Ländern abgehaltenen IGIP- Symposiums, welches im Jahre 2013 zum 43. Mal in Kazan (Russland) stattfand.

 

Adolf Melezinek war in verschiedenen Gremien der Universität engagiert, unter anderem war er Mitglied des Gründungsausschusses, der Budgetkommission, der Bau- und Anschaffungskommission und der Doktoratsstudienkommission. Er war Präsident der Internationalen Gesellschaft für Ingenieurpädagogik IGIP, Mitglied der Society of motion picture and television engineers (USA), Mitglied der Gesellschaft für Programmierten Unterricht GPI (D), Konsulent der UNESCO, Konsulent der UNIDO, Mitglied der Akkreditationskommission der Regierung der Tschechischen Republik, Mitglied des Wissenschaftsrates der Technischen Universität Prag und Mitglied des Wissenschaftsrates der Technischen Universität Liberec.

 

Für sein Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a.:
Goldene Felber Medaille der Technischen Universität Prag (1991)
Goldener Ehrenring der Internationalen Gesellschaft für Ingenieurpädagogik (1992)
Großes goldenes Ehrenzeichen des Landes Kärnten (1992)
Ehrensenator der Technischen Universität Budapest (1994)
Ehrendoktor der Technischen Universität Liberec (1997)
Ehrendoktor der Technischen Universität Baumann, Moskau (2000)

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Forschung erster Klasse (2002)
Ehrenprofessor der Ukrainischen ingenieurpädagogischen Akademie Charkov (2007)
Ehrenring der Alpen Adria Universität Klagenfurt (2007)
 

Mit 1. Oktober 2001 emeritierte Herr Adolf Melezinek, er ging in den (Un)Ruhestand, denn wissenschaftliche Projekte und seine IGIP blieben weiterhin seine Wegbegleiter.

  

Wir verabschieden uns von unserem Lehrer und Kollegen

 

Adolf Melezinek 

 

am 31. Jänner 2015 um 13:30 Uhr in der Zeremonienhalle in Klagenfurt-Annabichl.

 

  

* * *

 

 

Das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft wurde 1996 gegründet. Es ist aus dem Institut für Unterrichtstechnologie und Medienpädagogik hervorgegangen, das auf die Gründungsphase der Universität zurückgeht.

  

Die Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen in den Bereichen Cultural Studies, digitale Medien, Film- und Fernsehforschung, Game Studies, Medien- und Konvergenzmanagement, Medien- und Kulturtheorie, Medienbildung, Medienpädagogik, Medienwandel, Organisationskommunikation, Public Relations, visuelle Kultur und Werbeforschung.

 

Es werden der Bachelorstudiengang "Medien- und Kommunikationswissenschaften", der Masterstudiengang "Medien, Kommunikation und Kultur" und der interfakultäre Masterstudiengang "Media and Convergence Management" angeboten. Masterstudiengänge zur visuellen Kultur und zu Game Studies sind in Kooperation mit anderen Instituten in Vorbereitung. Erklärtes Ziel der angebotenen Studiengänge ist die wissenschaftliche Fundierung von spezialisierten Kompetenzen, welche ein flexibles, effektives und erfolgreiches Agieren in den vielfältigen und sich rasch ändernden Berufsfeldern der Gegenwart möglich machen, die durch globale Informations- und Kommunikationsstrukturen geprägt werden. Internationale GastprofessorInnen, Konferenzen, Kooperationen und "summer schools" tragen zur Einbettung von Lehre und Forschung in die globale "scientific community" bei.

 

Kontakt

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft

Universitätsstraße 65-67 9020 KLAGENFURT Austria

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