ist eine 'Besondere universitäre Einrichtung'. Seine Trägerinstitutionen sind die Universität Klagenfurt, das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt.
Seit seiner Gründung 1994 und seiner offiziellen Eröffnung 1997 in dem von der Stadt Klagenfurt renovierten und adaptierten 'Musil-Haus' ist das Institut mit den drei Tätigkeitsfeldern Literaturhaus, Literaturforschung und Literaturarchiv betraut.
Das Musil-Institut verfügt über eine öffentlich zugängliche Spezialbibliothek der Universität Klagenfurt mit derzeit rund 5.000 Bänden zur Literatur- und Kulturgeschichte Kärntens und der Nachbarregionen Slowenien und Friaul.
Bibliothekszeiten: Mo - Do, 9h - 12h und 13h - 16h
literatur/a. Jahrbuch 2011/2012
Seit der ersten Ausgabe von literatur/a (2006) ziert Peter Handkes Handschrift den Umschlag des Jahrbuchs. Und alljährlich seither beschenkte er die Leserinnen und Leser mit Auszügen aus seinen unveröffentlichten Notizbüchern. 2012 feiert der Dichter seinen 70. Geburtstag, Anlass genug, literatur/a 2011/2012 schwerpunktmäßig der Vermessung des Kontinents Peter Handke zu widmen.
„Innehalten – Innewerden – Weitersehen“ heißt es programmatisch in einem der Ein-träge aus den Notizbüchern, die wir exklusiv veröffentlichen durften. Einige der Dichterkolle-ginnen und -kollegen Peter Handkes nehmen nun dieses Notat auf und schreiben es in litera-tur/a 2011/2012 weiter. Ausgehend von drei Zentralbegriffen der Poetik Peter Handkes sind auf diese Weise unterschiedlichste Perspektiven auf den Dichter und sein Werk entstanden.
Dann öffnet Hubert Burda sein Familienalbum und zeigt den Dichter der Peripherie an einem der Kreuzungspunkte der Weltliteratur als Zentralgestirn.
Mit Peter Handke feiern auch seine Werke Geburtstag. Wir haben daher einige promi-nente Leserinnen und Leser eingeladen, Bücher des Dichters, die 2012 zwischen 25 und 45 Jahre alt werden und einen runden oder halbrunden Jahrestag feiern, einer neuerlichen oder erstmaligen Lektüre zu unterziehen und die persönlichen Eindrücke, Einsichten und Empfin-dungen zu notieren, die die Begegnung mit sich brachte: Seien es Überraschungen, Ärgernisse, Horizonterweiterungen oder Glücksempfindungen. Sie werden staunen, was Bücher viele Jahre nach ihrem ersten Erscheinen in Gang zu setzen vermögen.
Literarische Erstveröffentlichungen steuern in diesem Jahr Gregor Fink, Arno Geiger und Engelbert Obernosterer bei. Die zweite Kärntner Landessprache, das Slowenische, kommt aus Anlass des 75. Geburtstages von Andrej Kokot und durch ein ‚In memoriam‘ für den im Herbst 2011 verstorbenen Janko Messner zu Wort. Zu beklagen ist auch der Tod von Werner Kofler, dem Klaus Amann und Antonio Fian Nachrufe widmen. Die Bachmannpreisträgerin Maja Haderlap steht in einem ausführlichen Interview Rede und Antwort, und die erstmalige Verleihung des Gert-Jonke-Preises an Alois Hotschnig ist durch die Lobrede von Hubert Winkels und die Dankesrede des Preisträgers dokumentiert. Erwin Köstler würdigt mit einer Laudatio Johann Strutz, den Träger des Österreichischen Staatspreises für literarische Übersetzer. Das ‚Reden über Literatur‘ pflegt diesmal Evelyne Polt-Heinzl mit einem Beitrag über die Kärntner Literatur. Eine literarische Bibliographie und ausgewählte Leseempfehlun-gen beschließen wie gewohnt das Jahrbuch.