Lesungen
Seit 1997 finden jährlich rund 50 literarische Veranstaltungen mit deutschsprachigen und internationalen Autorinnen und Autoren statt. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Reihen Kriminalliteratur, Kinder- und Jugendliteratur, Atem und Raum sowie die Reihe 'Translatio' (fremdsprachige Literatur und Übersetzungen), in deren Rahmen jährlich die österreichischen Staatspreise für literarische Übersetzung verliehen werden.
Ausstellungen
In unregelmäßiger Folge werden Ausstellungen gezeigt. Bisher waren unter anderem bildnerische Arbeiten von Hermann Falke, Gustav Januš, Meina Schellander, Inge Vavra, Rudi Benétik und Johanes Zechner zu sehen. Ausstellungen zu Werner Kofler, dem „Tonhof“, Antonio Fian, Georg Timber-Trattnig, Nora Purtscher-Wydenbruck und Michael Guttenbrunner vermittelten einen Einblick in die Bestände des Kärntner Literaturarchivs. Zusätzlich gab es Fotoaustellungen von Josef Winkler, Christina Schwichtenberg und Evgen Bavčar. Zuletzt zeigte die Ausstellung "Michael Guttenbrunner und die Bildende Kunst" (kuratiert von Angelica Bäumer) Werke der Künstler Joannis Avramidis, Eduard Bäumer, Herbert Boeckl, Arnold Clementschitsch, Fritz Kurrent und Maria Lassnig, denen Guttenbrunner freundschaftlich verbunden war.
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der GAV Klagenfurt
Zum Buch:
Mittelpunkt der Handlung ist ein altes, rotes Stadthaus, das aus allen Stockwerken von Musik durchflutet wird. Seiner Eigentümerin, die einst mit einem italienischen Opernsänger liiert war, sind Musiker die liebsten Mieter – vor allem solche, die es als »musikalische Gastarbeiter« aus dem Osten und Südosten Europas in die Stadt im Südosten Österreichs verschlagen hat: Ciprian, Cellist in zweiter Generation, und sein Sohn Luca, der sich vom Cello ab- und dafür umso obsessiver der Gambe zuwendet. Bogdan, kurz vor dem Ende Ceausescus aus Rumänien geflüchtet, ein ehemaliger Schauspieler, der, weil ihm sein Beruf in der fremden Sprache versagt ist, mit Barockengeln handelt. Livia, die Tochter der Hauseigentümerin, die ein Kind von ihm hat, sich aber von Ciprians Cellospiel noch mehr in den Bann ziehen lässt als von Bogdans Wortkaskaden. Alexej, der ukrainische Korrepetitor und Chorleiter aus dem zweiten Stock, die Sängerin Alena, auch sie aus der Ukraine, und viele andere mehr.
Ihre Wege kreuzen sich, verstricken sich für einen Moment, lösen sich voneinander und treffen, kontrapunktisch gesetzten Themen gleich, doch immer wieder zusammen, in diesem Taubenschlag, der den in alle Winde Verstreuten eine zumindest provisorische Bleibe bietet. Der andere, mächtigere Gravitationspunkt aber liegt weit stromabwärts, im Schilfdickicht des verzweigten Deltas der Donau.
Ursula Wiegele, geboren 1963 in Klagenfurt, lebt in Graz, derzeit hauptberuflich im Sozialbereich und als Leiterin von Schreibwerkstätten tätig. Literarische Publikationen in Zeitschriften und Anthologien. Mehrere Preise bei Literaturwettbewerben, zuletzt 1. Preis für Kurzprosa vom Österreichischen Schriftstellerverband (2010). Für einen Auszug aus ihrem damals in Arbeit befindlichen Debütroman »Cello, stromabwärts« erhielt sie den zweiten Preis des Würth-Literaturpreises der Poetikdozentur Tübingen 2007, zu dem Péter Esterházy das Thema gestellt hatte.
jahrbuch 2011/12
zu Peter Handke
Präsentation und Podiumsgespräch
Dienstag, 06. März 2012
19.30 Uhr