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OCW Projekterfahrungen


 

Im Gegensatz zu vielen anderen OCW Projekten werden an der Universität Klagenfurt OCW Kurse mit dem institutionellen Lehrmanagementsystem Moodle publiziert. Dies hat eine Reihe von Gründen:

  • Materialbereitstellung als Grundfunktion von eLearning
    Ohne ein Mindestmaß an elektronischen Materialien ist eLearning kaum vorstellbar. Das gilt umso mehr im Kontext der Präsenzlehre, da hier die meiste Interaktion in der face-to-face Situation stattfindet und daher die elektronische Verbreitung von Materialien am ehesten Zusatznutzen verspricht.
  • Kurs als ‚literarische Form’
    Eine bestechende Eigenheit des am MIT entwickelten OpenCourseWare Konzepts besteht darin, dass der gesamte Kurs als eigenständige, literarische Form betrachtet werden kann. Frei zugängliche Musterkurse nach dem OCW Konzept geben daher Beispiele für andere Lehrende, wie Kurse in Moodle in konsistenter gestaltet und beschrieben werden können.
  • Publikation als Empowerment
    Gerade die Entwicklung des Web 2.0 macht deutlich, dass für die Teilhabe am Internet nicht nur der passive Konsum, sondern auch die aktive Produktion immer bedeutsamer wird. Publizieren auf OCW Klagenfurt ist ein Schritt zum Empowerment für die aktive Teilhabe am Internet.
  • Publikation zur Verbesserung interner Kommunikation
    Die Veröffentlichung von Kursinhalten erhöht die Transparenz und kann dadurch auch die Kommunikation zwischen Lehrenden und die Koordination von Studiengängen erleichtern.
  • Publikation zur Verbesserung der Außenwirkung
    Die Publikation von Kursinhalten kann Studierenden die informierte Entscheidung bei der Wahl von Lehrveranstaltungen erleichtern und der interessierten Öffentlichkeit einen besseren Eindruck über das Angebot der Universität bieten.

 

Als ein Problem in der Umsetzung hat sich herausgestellt, dass Moodle (wie auch die meisten anderen Lehrmanagementsysteme) nur den gesamten Kurs offen oder geschlossen (d.h. nur für registrierte Mitglieder zugänglich) zu halten. Möchte man also einen Kurs auch zur geschützten Interaktion mit Studierenden nutzen, kann die Veröffentlichung des Kurses erst nach Ende der Lehrveranstaltung stattfinden. Das Ergebnis ist im Regelfall eine nachträgliche ‚post-teaching’ Publikation, die zumeist einen zusätzlichen Arbeitsaufwand erfordert. (Der Kurs muss kopiert und von persönlichen Daten befreit werden.)

 

Mittelfristig wären daher technische Entwicklungen notwendig, die die Erstellung ‚semi-transparenter’ Kurse ermöglicht, also Kurse, von denen man nur bestimmte Teile veröffentlicht, während andere Teile mit Login gesichert und nur für eingetragene TeilnehmerInnen zugänglich gemacht werden. Das OCW MetaMod, ein Plug-in für Moodle, das das selektive Freischalten von einzelnen Elementen ermöglichen soll, könnte dafür eine mögliche Lösung bieten.


 

Berichte zu OCW Klagenfurt

 

Folgende Berichte zur Initiative OpenCourseWare Klagenfurt sind bisher erschienen:

 
 
 
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