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ZIELE DES STUDIUMS


Nachhaltige Entwicklung als große Vision, aber schon die Planung und Implementierung von Innovationen, die soziale, ökonomische wie ökologische Verbesserungen gleichermaßen zum Ziel haben, erfordern eine interdisziplinäre Bearbeitung der Wechselwirkungen zwischen menschlichen Gesellschaften und ihrer natürlichen Umwelt sowie ausreichende Kenntnisse der Funktionsweise sozialer wie natürlicher Systeme. Daher hat sich international die Sichtweise durchgesetzt, dass Wissenschaft, die für das Ziel nachhaltiger Entwicklung nützlich sein soll, inter- bzw. transdisziplinär orientiert, d.h. sowohl zwischen verschiedenen Wissenschaftsbereichen, als auch zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis angesiedelt sein muss.

 

Sozial- und Humanökologie verstehen sich als Forschungsfelder, die verschiedene sozial-, geistes- und naturwissenschaftliche Disziplinen vernetzen und vor allem auf die Frage der Gesellschaft-Natur-Interaktion fokussieren. Human- und sozial-ökologische Forschung kann auf verschiedenen räumlich-zeitlichen Ebenen betrieben werden, von Lokalstudien bis zur globalen Ebene, von „Schnappschüssen“ bis zum großen „universalhistorischen“ Bogen, wobei auf Grund des Charakters der Thematik der Analyse mittel- bis langfristiger Übergangsprozesse (transitions) sowohl historisch-rückblickend, als auch zukunftsorientiert-szenariengestützt eine besondere Bedeutung zukommt. Sozial- und Humanökologie versucht, empirische, theoretische und modellgestützte Ansätze zu kombinieren und legt Wert auf die gegenseitige Befruchtung von Theorie, Empirie und Modellansätzen.

 

Relevante Traditionen der Sozial- und Humanökologie entwickelten sich aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen heraus, u.a. der Anthropologie, der Ökologie, der Geographie, der Soziologie sowie aus verschiedenen technischen und planerischen Fachbereichen. Während „Humanökologie“ stärker die biologische Spezies „homo sapiens“ betont, deren Umweltbeziehungen untersucht werden sollen, stellt der Begriff der „Sozialen Ökologie“ die gesellschaftliche Verfasstheit von Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt in den Vordergrund.

 
 
 
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