Die Klagenfurter Informatik zeichnet sich auf internationaler Ebene besonders durch ihre Anwendungsfächer aus. Darüber hinaus genießt sie einen ausgezeichneten Ruf, der immer wieder durch die CHE-Rankings bestätigt wird, zuletzt 2009“, beschreibt Studienprogrammleiter o. Univ.-Prof. Dr. Roland Mittermeir den USP des Informatik-Studiums.
Der Schwerpunkt des Studiums ist die Angewandte Informatik. Im Bakkalaureatsstudium haben die Studierenden die Möglichkeit, als Anwendungsfach Betriebswirtschaft, Computerlinguistik, Mathematik oder Geographie zu wählen. „Ab diesem Wintersemester bieten wir die Psychologie als neues Anwendungsfach an. Hier erwarten wir uns Absolventinnen und Absolventen, die sich vor allem mit der Fragestellung der Benutzer-Schnittstellengestaltung auseinandersetzen“, freut sich Roland Mittermeir. Das Informatik-Studium vermittelt fachspezifische Kompetenzen in der Angewandten Informatik, der Softwareentwicklung, der Mathematik und in den technischen Grundlagen, kombiniert mit der Kompetenzerweiterung und den Anwendungsfächern.
Wer glaubt, InformatikerInnen verbringen einen Großteil ihrer Zeit vor dem Computer, irrt – Informatik ist mehr als der geschickte Umgang mit einem Computer. „Unsere AbsolventInnen entwickeln Software, um geeignete Lösungen von Problemen für ihre Kunden anzubieten. Für die Analyse der jeweiligen Anforderungen sind Gespräche mit Menschen notwendig, ergänzt mit konzeptionellem Denken, als auch die Fähigkeit der Umsetzung der Informatik-Lösung in der Organisation“, so Mittermeir, der die Kommunikationsfähigkeit und das betriebswirtschaftliche Denken von InformatikerInnen hervorhebt. Das Studium ist besonders für Frauen geeignet, da sie sehr stark die Qualifikation der kommunikativen Fähigkeit mitbringen.
Der Praxisbezug im Studium wird sowohl durch GastlektorInnen als auch durch das Projektpraktikum bzw. das Anwendungspraktikum im Masterstudium „gelebt“. „Beispielhaft entwickelte ein Student im Auftrag der Firma Kelag eine Software- Lösung, die im Staudammmanagement auf Sumatra zum Einsatz kommt“, hebt Mittermeir die Praxisrelevanz und die Internationalität des Studiums hervor. Die Studierenden haben auch die Möglichkeit, das Praktikum in einer der Forschungsgruppen der Informatik-Institute zu absolvieren.
Das Studium in Klagenfurt befähigt AbsolventInnen im Bereich der Softwareentwicklung und Qualitätssicherung oder auch in der Anwendungsentwicklung tätig zu sein. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind aufgrund der Schwerpunktbildungen der einzelnen Informatik-Institute vielfältig: Multimedia-Engineering und Netzwerk-Management, Systemsicherheit oder E-Business, um nur einige zu nennen. „Die idealen Voraussetzungen für unser Studium ist Kreativität, Sozialkompetenz sowie Teamarbeit, logisches Denken, keine Scheu vor der englischen Sprache und vor allem Offenheit gegenüber Neuem. Unsere Studierenden sollen gewohnt sein, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, Dinge sehen und hören zu können und darüber Schlüsse zu ziehen“, sind sich Roland Mittermeir und der Informatiker ao. Univ.-Prof. Dr. Abdelhamid Bouchachia einig.
Student
„Technisch, kreativ und dynamisch. Die Informatik bietet Inhalte und technologische Facetten, deren Anwendungs - charakter gleichsam fordernd und interessant ist. Durch den persönlichen Kontakt zu den Lehrenden und mittels des hervorragenden Betreuungsverhältnisses gewinnen Studierende schnell Einblick in das Wesentliche. Diesen Aspekt schätze ich sehr an der Klagenfurter Universität. Als Absolvent der HTL für EDV und Organisation in Villach und durch meine berufliche Erfahrung wusste ich bereits, was im Studium auf mich zukommt, jedoch ist das Studium auch für all diejenigen Technikbegeisterten bestens geeignet, die keine Vorkenntnisse besitzen. Eine gewisse Neugierde, hinter die Bühne der Softwareentwicklung zu blicken, sollte jedoch mitgebracht werden.“
Absolvent
„Die Fähigkeit, Schritte in das Unbekannte zu wagen, Durststrecken zu überwinden und auch eingeschlagene Wege ständig zu hinterfragen, das sind Kompetenzen, die mir das Studium der Informatik mitgegeben hat. Dies schließt sowohl das gemeinschaftliche, aber auch das individuelle Erarbeiten kreativer Lösungen für komplexe Probleme mit ein. Die Informatik bietet neben den Auswirkungen technischer Feinheiten auch soziale Komponenten, die in der Softwarebranche immer wichtiger werden. Für mich vollzieht sich eine Erweiterung der Informatik mit wirtschaftlich sozialen Standpunkten. Persönlich kann ich das Studium weiterempfehlen, jedoch darf es nicht als fertiges Paket gesehen werden, sondern als Basis für eine gute Ausbildung, welche Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft fordert.“
krö/hoi
Information zum Studium
Bakkalaureatsstudium (Bachelor) Informatik
Magisterstudium (Master) Informatik
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