Désirée Steinwidder ist „Jung-Absolventin“ des Studiums der Angewandten Kulturwissenschaft, und doch kann sie schon auf eine beachtliche Theaterkarriere zurückblicken. Die „internationale Welt der Bühne“ steht ihr noch offen.
Mein bisheriges Leben ist durch Theater geprägt. Meine Begeisterung dafür wurde bereits im Kindesalter geweckt, schon alleine dadurch, dass ich aus einer am Theater interessierten Familie stamme“, erzählt Désirée Steinwidder aus ihrem Leben. Für die gebürtige Steirerin traf es sich sehr gut, dass im selben Jahr ihrer Matura das Studium der Angewandten Kulturwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität eingerichtet wurde. „Besonders die Kombination aus den Schwerpunkten Sprachen, Theorie der Kulturwissenschaft und Kulturmanagement haben meinen Entschluss gefestigt, dieses Studium zu wählen“, so Steinwidder, die 2007 das Bachelorstudium und im April 2009 das Masterstudium abgeschlossen hat.
Faszination Opèra Paris
Ein prägendes Erlebnis für ihren weiteren Lebens- und Karriereweg waren zwei Seminare im Studium der Angewandten Kulturwissenschaft. „Den Studierenden wurde die einzigartige Möglichkeit geboten, ein Spezial-Seminar an der Pariser Oper, organisiert vom Salzburger Universitätsprofessor Michael Fischer gemeinsam mit dem Intendanten der Pariser Opernhäuser Gérard Mortier, zu besuchen. Ich konnte an einem Symposium zu Michael Hanekes Inszenierung der Mozart-Oper ‚Don Giovanni‘ teilnehmen.“ Noch im selben Jahr besuchte Désirée Steinwidder ein weiteres Seminar zu Christoph Marthalers Inszenierung von Verdis „La Traviata“. Auf die Internationalität wird im Studium sehr großer Wert gelegt. „In wertvoller Erinnerung ist mir eine Lehrveranstaltung zum Thema ‚Erfahrung des Fremden‘, die übergreifend mit der Universität Klagenfurt und der Universität Skodre (Albanien) angeboten wurde“, erinnert sich die Absolventin der „ersten Stunde“.
Erfahrungen als Regiehospitantin
Ihr weiterer Berufsweg ist sehr interessant und zeigt, dass mit dem Studium der Angewandten Kulturwissenschaft sehr viele Wege offen stehen. „Jede/r kann für sich selbst entscheiden, wohin die berufliche Entwicklung geht, und abschätzen, wo die eigenen Stärken/ Schwächen und Interessen liegen“, ist Steinwidder überzeugt. Und sie lebt es vor: Bereits während des Studiums wurde ihr die Gelegenheit geboten, ein Praktikum in der Dramaturgie des Stadttheaters Klagenfurt zu absolvieren. Es folgten erste Erfahrungen als Regiehospitantin in verschiedenen Produktionen, von Musicals bis zur Oper. „In der aktuellen Spielsaison bekam ich von Intendant Josef E. Köpplinger die Chance, erstmals als Gastregieassis tentin in Produktionen ,Cinderella‘, ,Shakes peares sämtliche Werke‘ und ,Trockenrausch (Jugendtheaterclub)‘ mitzuarbeiten.
„Mein beruflicher Weg ist vorgezeichnet, es geht als Regieassistentin weiter“, freut sich Désirée Steinwidder auf ihre Zukunft. Den Kontakt zur Universität hält sie nach wie aufrecht, denn die Wissenschaft lässt sie nicht aus den Augen: sie schreibt an ihrer Dissertation. Und privat: Bei „Theater, Musik, im schönen Land Italien“, kann sich die 25-Jährige gut entspannen.
krö
Mag. Désirée Steinwidder, Bakk. phil.
Studium der Angewandten
Kulturwissenschaft
Bis Juni 2009 Stadttheater Klagenfurt
www.stadttheater-klagenfurt.at
„Was für eine Komödie wäre diese Welt, wenn man nicht selber eine Rolle spielen müsste.“ (Diderot), Foto: Helge Bauer