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Emeritierungen von Hans-Joachim Bodenhöfer und Bernd Kaluza

 

 

o. Univ.-Prof. Dr. Hans-Joachim Bodenhöfer

 

Der berufliche Werdegang von o. Univ.-Prof. Dr. Hans-Joachim Bodenhöfer begann nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre als Stipendiat an der Max- Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft, gefolgt von einem Postdoctoral Fellowship an der University of Chicago. Auch war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bildungsforschung in der Max-Planck- Gesellschaft, Berlin.

 

Darauf folgte bis zum Jahr 1975 eine Tätigkeit an der Technischen Universität Berlin. In diesem Jahr wurde H.-J. Bodenhöfer als Professor für Bildungsökonomie an die damalige Hochschule für Bildungswissenschaften Klagenfurt berufen.

 

Hans-Joachim Bodenhöfer hatte zahlreiche Funktionen im Rahmen der Universitätsorganisation inne. So war er maßgeblich an der Einführung der Studienrichtungen Betriebswirtschaft und Informatik beteiligt. Von 1983 bis 1987 war er Rektor der Universität, von 1998 bis 2000 Vorsitzender des Senats. Seit 2007 war Bodenhöfer Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Funktion als Vorstand des Instituts für Wirtschaftswissenschaften übte er über viele Jahre bis zur Institutsteilung aus.

 

Mit der Übernahme der Leitung des Instituts für Höhere Studien Kärnten im Jahr 2001 hat sich der wirtschaftspolitische Schwerpunkt der Arbeit von Bodenhöfer weiter verfestigt. So war er unter anderem Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Kärntner „Zukunftsfonds“. Aus dem ehemaligen Bildungsökonomen wurde also ein Ratgeber zur Kärntner Wirtschaftspolitik.

 

Als Anerkennung seiner Arbeit für Universität und Land wurde ihm im Rahmen eines anlässlich seines 65. Geburtstages abgehaltenen Festaktes das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen.

 

Viele Universitätsangehörige waren erstaunt darüber, dass sich Bodenhöfer noch als 65-Jähriger lange Haare wachsen ließ. Da bis jetzt niemand die Scheu überwunden hat, ihn dazu zu befragen, bleiben seine Motive im Dunkeln. Eine mögliche Erklärung könnte darin liegen, dass er im Innersten seines Herzens ein 68er ist, der mit kurzen Haaren den Marsch durch die Institutionen gemacht hat, sich aber jetzt - da er an seinem Ziel angekommen ist – in dieser Form outet.

 

In seiner Freizeit betätigt sich der Pfeifenraucher „HJB“ als Hobbyforstwirt und Schafzüchter. Nach seiner Emeritierung wird er diesen Aktivitäten mehr Zeit widmen können. Dazu wünschen ihm seine MitarbeiterInnen und KollegInnen alles Gute!

 

Walter Hyll und Norbert Wohlgemuth

 


 

o. Univ.-Prof. Dr. Bernd Kaluza

 

Zum 30. Septembert 2009 emeritierte o. Univ.-Prof. Dr. Bernd Kaluza, Leiter der Abteilung Produktions-, Logistik- und Umweltmanagement. Der gebürtige Essener hat in Köln und Bonn Betriebswirtschaftslehre studiert sowie in Mannheim promoviert und habilitiert. Wichtige Stationen seiner akademischen Karriere waren Lehrstuhlvertretungen in Bremen, Trier und Innsbruck sowie Professuren in Karlsruhe, Duisburg und zuletzt in Klagenfurt.

 

Bernd Kaluza hat sich in seiner über 40jährigen akademischen Tätigkeit in Forschung und Lehre mit einer umfangreichen Themenlandschaft beschäftigt. Seine Arbeiten reichen von der Versicherungswirtschaft und Finanzdienstleistung über das Innovations- und Technologiemanagement, Kostenmanagement und Controlling bis hin zu Produktions-, Logistik- und Umweltmanagement und den neueren Konzepten Unternehmung ohne Grenzen und Supply Chain Management. Die bemerkenswerten Leistungen von Bernd Kaluza zeigen sich auch in seiner Publikationsliste mit fünf selbständigen Schriften, zehn umfangreichen Herausgeberwerken, über 100 Beiträgen in renommierten Sammelwerken und Zeitschriften (viele davon mit Begutachtung) sowie fast 50 Arbeitspapieren, Buchbesprechungen und sonstigen Veröffentlichungen. Weiters war Bernd Kaluza weltweit bei einer Vielzahl von Tagungen und Symposien als Referent und Moderator tätig und wirkte als Gutachter in mehreren wissenschaftlichen Organisationen sowie bei nationalen und internationalen Konferenzen und Zeitschriften mit. Er verfügt über Kontakte zu namhaften Persönlichkeiten in Wissenschaft und Praxis, die quer durch alle akademischen Disziplinen gehen und von Amerika über Europa bis nach Asien reichen.

 

Neben dem ständigen Streben, die Wissenschaft voranzubringen, in der Lehre den Studierenden eine hervorragende theoretische und praxisorientierte Ausbildung zu bieten und in den universitären Gremien zur positiven Entwicklung der Universitätslandschaft beizutragen, war es Bernd Kaluza immer ein besonderes Anliegen, seine Mitarbeiter zu fordern und zu fördern. So ist Kaluza nicht nur mehrfacher Habilitations- und Doktorvater, sondern auch dafür mitverantwortlich, dass viele seiner ehemaligen Mitarbeiter in führenden Positionen in Wissenschaft und unternehmerischer Praxis tätig sind. Bernd Kaluza hat bis zum 68. Lebensjahr unermüdlich und zielstrebig für den Beruf und seine Berufung gearbeitet. Neben den vielen positiven Charaktereigenschaften eines erfahrenen und weltgewandten Universitätsprofessors war es auch sein Humor, der die Arbeit mit ihm besonders angenehm gemacht hat. Seine (ehemaligen) Mitarbeiter hoffen, dass er der Universität Klagenfurt auch weiterhin in der einen oder anderen Form verbunden bleibt. Die ganze Abteilung wünscht ihm und seiner Familie für die Zukunft viel Glück, Gesundheit und Wohlergehen. Ad multos annos!

 

Herwig Winkler

o. Univ.-Prof. Dr. Hans-Joachim Bodenhöfer © Maurer
o. Univ.-Prof. Dr. Hans-Joachim Bodenhöfer (Fotovermerk: Maurer)

FOTO: o. Univ.-Prof. Dr. Bernd Kaluza
o. Univ.-Prof. Dr. Bernd Kaluza (Fotovermerk: Kaluza)

  

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