Seiteninhalt Hauptmenü Portalmenu Seitenmenü Schriftgröße ändern Breadcrump Index Suche
UNISONO

Sie sind hier:

Seite drucken

Schriftgröße ändern

Seiteninhalt

 

Umwelt und Wirtschaft: Geht das (gut)?

Zu Beginn des Wintersemesters fand im Stiftungssaal die erste Veranstaltung im Rahmen der von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Universitäts. Club Klagenfurt organisierten Vortragsreihe „Umwelt und Wirtschaft: Geht das (gut)?“ statt.

Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum

Nach der Begrüßung durch Dekan Erich Schwarz und Hort Groß (Universitäts. Club) gab Moderator Norbert Wohlgemuth (Institut für Volkswirtschaftslehre) eine Einführung in den Themenkomplex. Business as usual wird im Zusammenhang mit ökonomischer Aktivität und demdamit zusammenhängenden Verbrauch von natürlichen Ressourcen als nicht mehr nachhaltig und damit gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel betrachtet. Die Notwendigkeit einer „anderen Art des Wirtschaftens“ zeigt sich vor allem in den Bereichen Klimawandel, globaler Wasserverbrauch, abnehmende Artenvielfalt und ganz allgemein in einer immer rascheren Erschöpfung nichterneuerbarer Ressourcen. Konzepte wie „green economy“, „green growth“ und „no growth“ werden daher selbst in „wachstumsfreundlichen“ Institutionen intensiv diskutiert. So verfolgt z. B. die OECD eine „green growth strategy“; auch im „Economist“ stellt man sich die Frage „how to grow“. George Soros leistet sich ein „Institute of new economic thinking“. Sigrid Stagl von der WU Wien zeigte in ihrem Vortrag auf, welche Anstrengungen auf globaler Ebene unternommen werden müssten, um langfristige Ziele im Bereich der Kohlenstoffemissionen zu erfüllen. Sie konnte eindrucksvoll und sehr verständlich demonstrieren, dass eine lediglich graduelle Umstellung unseres Wirtschaftssystems nicht ausreichend sein wird, um zukünftigen Wohlstand und Ressourcenverbrauch auf globaler Ebene miteinander in Einklang zu bringen. Selbst eine Realisierung aller Effizienzpotenziale wird nicht ausreichen – alleine schon wegen des damit verbundenen Rebound-Effektes. Langfristig werden wir um eine Änderung unserer Lebensweise nicht herumkommen (Suffizienzstrategie).

(Un)Ordnung durch Raumordnung

Am 18. November 2010 fand die zweite Veranstaltung dieser Vortragsreihe statt. Dabei stand das Wirtschaftsgut und die Ressource „Raum“ im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie im Mittelpunkt. Der Einfluss, den die Raumordnung und deren Proponenten auf die Gestaltung und Erhaltung der unterschiedlichen Lebensräume heute haben, war das zentrale Interesse der Betrachtungen. Die Begrüßungsworte sprach Peter Groß vom Universitäts.Club, der die Bedeutung der Raumordnung für die Wirtschaft betonte und eine partizipative Raumentwicklung als wichtige Vorgangsweise dafür ansprach. Einleitend führte Moderator Peter Mandl vom Institut für Geographie und Regionalforschung fünf Aspekte von „Raum“ als das zentrale Objekt des Interesses an. Da ist zuerst Raum als Wirtschaftsgut, dann als Platz für Interessenkonflikte, weiters als erneuerbare, aber beschränkte Ressource, als Betrachtungsobjekt geografischer Forschung in unterschiedlichen Maßstäben und schlussendlich als ein Arbeitsobjekt für Raumanalyse und Raumentwicklung. Diesen Raum gilt es mit passenden und wirksamen Mitteln zu ordnen. Den Hauptvortrag mit dem Titel „(Un)Ordnung durch Raumordnung – Herausforderungen und Perspektiven für Umwelt und Wirtschaft“ hielt Friedrich M. Zimmermann vom Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz. Er zeigte zuerst den Handlungsbedarf in österreichischen Regionen aufgrund von demografischen und wirtschaftlichen Problemen in ländlichen, suburbanen, städtischen und Tourismus-Gebieten auf. Danach stellte er drei raumordnerische Werkzeuge auf drei Maßstabsebenen und deren Implikationen vor, nämlich das Europäische Raumentwicklungskonzept EUREK, das Österreichische Raumentwicklungskonzept ÖREK 2011 und beispielhaft für alle anderen das neue Steirische Raumordnungsgesetz 2010. Nach einigen Beispielen für die Ohnmächtigkeit dieser Instrumente stellte er für ländliche und städtische Räume Möglichkeiten der Inwertsetzung von Potenzialen vor, die mögliche Lösungen für einige der Probleme darstellen können.

Norbert Wohlgemuth und Peter Mandl 

AVISO


Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und der Universitäts. Club laden herzlich zur WiWi aktuell-Veranstaltungsreihe zum Thema:

„Umwelt und Wirtschaft: Geht das (gut)?“

13. Jänner 2011 18.00 Uhr, Stiftungssaal der Universität Klagenfurt

Prof. Dr. Stefan Vorbach (TU Graz): „Bedeutung und Umsetzung von Validierung und Zertifizierung im Umweltmanagement“
Moderation: Herwig Winkler, Abteilung für Produktions-, Logistik- und Umweltmanagement



Hauptvortragender O.Univ.-Prof. Dr. Friedrich M. Zimmermann (Inst. für Geographie und Raumforschung, Universität Graz)
Hauptvortragender O.Univ.-Prof. Dr. Friedrich M. Zimmermann (Inst. für Geographie und Raumforschung, Universität Graz)

Dr. Horst Peter Groß (Universitäts.Club Klagenfurt)
Dr. Horst Peter Groß (Universitäts.Club Klagenfurt)

Ass.-Prof. Mag. Dr. Peter Mandl (Inst. für Geographie und Regionalforschung, Moderator)
Ass.-Prof. Mag. Dr. Peter Mandl (Inst. für Geographie und Regionalforschung, Moderator)

v.l.n.r.: Ass.-Prof. Dr. Jürgen Adlmannseder, Dipl.-Ing. Christian Seidenberger, O.Univ.-Prof. Dr. Friedrich M. Zimmermann, Ass.-Prof. Mag. Dr. Peter Mandl
v.l.n.r.: Ass.-Prof. Dr. Jürgen Adlmannseder, Dipl.-Ing. Christian Seidenberger, O.Univ.-Prof. Dr. Friedrich M. Zimmermann, Ass.-Prof. Mag. Dr. Peter Mandl

Ass.-Prof. Dr. Jürgen Adlmannseder (Inst. für Geographie und Regionalforschung, AAU)
Ass.-Prof. Dr. Jürgen Adlmannseder (Inst. für Geographie und Regionalforschung, AAU)

Dipl.-Ing. Christian Seidenberger (Abt.20 Landesplanung, Amt der Kärntner Landesregierung)
Dipl.-Ing. Christian Seidenberger (Abt.20 Landesplanung, Amt der Kärntner Landesregierung)

 

zurück
 
 
 
© 2009 Alpen-Adria-Universität Klagenfurt | Impressum | Kontakt | Disclaimer
Rückmeldungen bitte an: UNISONO