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„Generation Praktikum“ gibt es nicht

Uni- und FH-AbsolventInnen sind nur kurz auf Arbeitsuche, der Großteil findet einen adäquaten Arbeitsplatz, die reguläre Beschäftigung dominiert, und die HochschulabsolventInnen verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen.

 

Dies sind die Ergebnisse einer umfangreichen Befragung zur „Arbeitssituation von Universitäts-und FachhochschulabsolventInnen“ in Österreich, beauftragt vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Den Zuschlag erhielt eine renommierte Institution der internationalen Hochschulforschung, nämlich das International Center for Higher Education Research in Kassel. Federführend war Harald Schomburg (INCHER-Kassel), mitgewirkt hat Helmut Guggenberger vom Institut für Soziologie der Alpen-Adria-Universität. Zur online-Befragung waren über 114.000 AbsolventInnen von 21 öffentlichen Universitäten und 15 Fachhochschulen eingeladen worden. Mehr als 23.000 AbsolventInnen aus den Abschlussjahrgängen 2003/04 bis 2007/08 haben sich beteiligt.

 

Schneller Übergang in Erwerbsphase
Der Übergang in die Berufstätigkeit nach Studienabschluss gelingt den AbsolventInnen sehr gut. Fast die Hälfte von ihnen (46 Prozent) setzen ihre Erwerbstätigkeit fort, die sie schon während des Studiums hatten. Nach einer Übergangszeit von sechs Monaten sind bereits 80 Prozent berufstätig. 13 Prozent der Erwerbstätigen suchen bis zu zwölf Monate und acht Prozent brauchen länger als ein Jahr für ihre erste Beschäftigung. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle dazu: „Dieser schnelle Übergang in die Erwerbsphase und in qualifizierte Jobs ist das beste Zeugnis, das Uni und FHs ausgestellt bekommen können.“ Insgesamt 60 Prozent der erwerbstätigen AbsolventInnen sind bereits im ersten Dienstverhältnis unbefristet beschäftigt, 72 Prozent arbeiten Vollzeit. Dies zeigt deutlich, dass die vielzitierte „Generation Praktikum“ ein Mythos bleibt und Studierende nach dem Studienabschluss nicht ein Praktikum nach dem anderen absolvieren müssen.


Ungleiche Einkommensverhältnisse
Die Einkommenssituation von Frauen zeigt ein wenig erfreuliches Bild. So verdienen Absolventinnen bereits in ihrer ersten Beschäftigung knapp 20 Prozent weniger als die männlichen Kollegen, unabhängig von der Fachrichtung. AbsolventInnen verfügen im Durchschnitt über ein Bruttoeinkommen von 2.551 Euro monatlich, Vollzeit-Beschäftigte über 2.856 Euro. Erhebliche Unterschiede im Einkommen gibt es zwischen den Studienfachrichtungen: So verdienen MedizinerInnen, IngenieurInnen und SozialwissenschaftlerInnen deutlich mehr als Geis - tes- und KulturwissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und NaturwissenschaftlerInnen. In Österreich dominiert mittlerweile die Beschäftigung im Privatsektor (58 Prozent).


Studium und Beruf
Die AbsolventInnen sind zumeist in Bereichen tätig, in denen sie ihre im Studium erworbenen Qualifikationen nutzen können. Knapp drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass sie „niveauadäquat“ beschäftigt sind, nur 13 Prozent halten sich für ihren derzeitigen Job für überqualifiziert. Bestätigt wird, dass je höher die Ausbildung ist, desto geringer das Risiko, arbeitslos zu werden. Grundsätzlich zeigt die Studie gute Beschäftigungsbedingungen und eine hohe Berufszufriedenheit. Die klare Aussage der AbsolventInnen ist, dass sich ein Studium gelohnt hat.


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