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Thema Protest: Menschenrechtsbildung als Prozess gesellschaftlichen Wandels

 

„Higher education institutions, through their core functions (research, teaching and service to the community), not only have the social responsibility to educate ethical citizens committed to the construction of peace, the defence of human rights and the values of democracy, but also to generate global knowledge to meet current human rights challenges, such as eradication of poverty and discrimination, post-conflict rebuilding, sustainable development and multicultural understanding.”

 

 

Menschenrechte, so wie es in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt, stellen ein zu erreichendes gemeinsames Ideal dar. Es ist klar, dass die Umsetzung der Forderungen der Menschenrechte kein ‚business as usual’ nach sich zieht. Menschenrechte sind kritische Rechte, mit denen menschenrechtswidrige Verhältnisse aufgedeckt werden können. Transformationsprozesse, die der Aufdeckung folgen, gehen meist mit Protesten einher.

 

Darüber sind sich auch die Studierenden einig, die im Rahmen der Ringvorlesung ‚Menschenrechte und Universität’ am 27. Oktober 2011 an der Ideenwerkstatt zum Thema ‚Menschenrechtsuniversität Klagenfurt’ teilgenommen haben. Sie sehen Protest als Mittel, um in einem starren System Veränderung herbeizuführen.
Hinter dieser Initialzündung sollten jedoch Forderungen stehen, die konstruktiv für die weitere Debatte sind. Im Kontext von Universität und Menschenrechten bedeutet dies unter Anderem einen Austausch zwischen Studierenden und Rektorat. Es wird eine öfter stattfindende Begegnung gefordert, um die Anliegen der AkteurInnen in Konsensentscheidungen überzuführen. Darüber hinaus soll es auf der gesamten Universität Begegnungen auf Augenhöhe geben, die insbesondere eine Aufwertung des nicht-wissenschaftlichen Personals zur Folge hat.

 

Einen weiteren Anknüpfungspunkt sehen die Studierenden auch am Ausbau der Mehrsprachigkeit an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, die bislang nach der Gebäudebeschriftung zu enden scheint. Die Thematik der Menschenrechtsbildung wurde von den Studierenden vor allem als Bildungsauftrag der gesamten Universität deklariert. Das bedeutet, dass sich nicht nur KulturwissenschafterInnen, sondern Mitglieder aller Fakultäten mit Menschenrechten in Forschung, Lehre und Organisationskultur beschäftigen.

 

Die konkrete Bedeutung der Menschenrechte und der Menschenrechtsbildung für den universitären Kontext wird im Aktionsplan zur zweiten Phase des UN-Weltprogramms für Menschenrechtsbildung (2010–2014) dargelegt.  Um dieser Verantwortung in angemessener Form nachzukommen, braucht Universität systematische Menschenrechtsbildung als Querschnittaufgabe aller wissenschaftlichen Disziplinen. Dabei geht es um ein Lernen über, für und durch die Menschenrechte mit dem groß angelegten Ziel einer Kultur der Menschenrechte. Auf diese Weise kann Menschenrechtsbildung die künftigen AbsolventInnen unserer Universität auch auf ihre künftig verantwortungsvollen beruflichen und gesellschaftlichen Tätigkeiten vorbereiten.

 

Bisher wurden in der Universität Klagenfurt – insbesondere durch das Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik –vereinzelt Lehrveranstaltungen zu Menschenrechten angeboten, eine systematisch aufbauende und in allen Disziplinen verankerte Menschenrechtsbildung fehlt jedoch noch. Der Arbeitskreis ‚Menschenrechte und Universität’ möchte Bewusstsein für die große Bedeutung der Menschenrechte und ihrer Bildung für Universitäten schaffen. In der gleich lautenden  Ringvorlesung wird ein erstes Fundament für eine multiperspektivische und multidisziplinäre Menschenrechtsbildung in Klagenfurt gelegt. Die Ergebnisse der Ringvorlesung fließen in die weitere Auseinandersetzung des Arbeitskreises ein. Zudem plant das Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik Forschungen zu diesem Themenbereich.

 

Josefine Scherling und Sabrina Schifrer sind Dissertantinnen an der Alpen-Adria-Universität.

 

Kontakt: josefine.scherling@uni-klu.ac.at
http://www.uni-klu.ac.at/frieden/inhalt/440.htm

 


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