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Kurzinformation über Gehörlosigkeit

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WORKSHOP 'SignNonmanuals'    

 
11.-12. April 2014

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt,
Zentrum für Gebärdensprache & Hörbehindertenkommunikation

 

http://www.gebaerdenwelt.tv/artikel/leben/mehrleben/2014/01/31/20140131982115712.html

 

 

 
Das 'Zentrum für Gebärdensprache und Hörbehindertenkommunikation' (ZGH) ist eine Besondere Universitätseinrichtung der Universität Klagenfurt. Unsere Forschung bearbeitet die interessanten Phänomene einer im visuellen Kanal produzierten Sprache im Vergleich zu gesprochenen Sprachen. Die praxisbezogene Arbeit des Zentrums soll auf lange Sicht eine wesentliche Verbesserung der derzeit äußerst unbefriedigenden Lage aller hörbehinderten Menschen, insbesondere der gehörlosen und der höhergradig schwerhörigen bewirken.  
Informationen und Tipps für Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst sowie Interessierte zum Umgang mit hörbehinderten Menschen

Broschüre

 

 
 

Vision

In 10-20 Jahren gibt es in Österreich zentrale Anlaufstellen für Eltern behinderter Kinder. Nach einer Diagnose finden die Eltern dort nach dem Prinzip des "one stop shops" alle Informationen, Beratung und Dienstleistungen, die sie benötigen. Frühförderung ab dem Säuglingsalter, ein anpassbarer Bildungsplan und Inklusionsmaßnahmen für Kindergarten und Schule werden von dort aus organisiert, betreut und evaluiert. Es stehen alle nötigen Ressourcen (Finanzen, kompetente FördererInnen und BeraterInnen, Begleitforschung, Fördermaterialien) zur Verfügung, welche jeweils auf die individuellen Bedürfnisse behinderter Kinder und eine intensive Zusammenarbeit mit Eltern und inklusiven Bildungseinrichtungen abgestimmt werden.

 

Die Abteilung "Hörbehinderung" (Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit) ist mit auf diesen Bereich spezialisierten Personen, insbesondere auch mit schwerhörigen und gehörlosen ExpertInnen besetzt, welche den Eltern alle Förder- bzw. Entwicklungsvarianten vorstellen und Entscheidungshilfen geben. Besonderes Augenmerk wird auf eine altersgemäße Sprachentwicklung gelegt, das zentrale Problem bei einer Hörbehinderung, welches auch die kognitive Entwicklung negativ beeinflussen kann. Die Unterstützung von Inklusion geht bis zu persönlichen Sprach- bzw. KommunikationsassistentInnen, welche diese altersgemäße Sprachentwicklung als ihr Arbeitsziel haben. Inklusion existiert bis in die tertiäre Bildung bzw. in die Erwachsenenbildung.

 

Das ZGH ist eine Organisationseinheit der Universität Klagenfurt mit Standorten in Klagenfurt, Graz und Wien, welche seit 2013 bestimmte Forschungs- und Entwicklungsaufgaben für die Republik Österreich durchgeführt hat, um die oben genannten Leistungen im Interesse von Inklusion zu entwickeln. Z.B. ist die Österreichische Gebärdensprache vollständig dokumentiert und beschrieben; für alle Altersgruppen stehen ausreichende bilinguale Förder-, Unterrichts- und Studienmaterialien zur Verfügung, ebenso Curricula und Inhalte für die Lehrerbildung. Auch für lautsprachorientierte schwerhörige Menschen stehen wesentlich verbesserte Materialien (z.B. geeignete Visualisierungen) zur Verfügung. Die Methoden der frühen Förderung und Bildung richten sich nach den Erkenntnissen der Spracherwerbsforschung. Die Lehrerbildung berücksichtigt die entsprechenden internationalen Standards ebenfalls; ausreichend viele schwerhörige und gehörlose Personen sind als LehrerInnen tätig.

 

Mission

Das ZGH liefert Beiträge zur Inklusion bilingual bzw. lautsprachlich orientierter hörbehin-derter (gehörloser und schwerhöriger) Menschen in das gesamte Bildungssystem (Frühförderung, Kindergarten, primäres, sekundäres und tertiäres Bildungswesen, Aus-/Fort- und Erwachsenenbildung) und die Gesellschaft durch folgende Aktivitäten in den Bereichen Wissenschaft, Bildung/Unterricht und Organisation:

  • Forschung und Lehre in den Bereichen Gebärdensprache und Hörbehindertenkommunikation mit Bezug auf die kognitive und sprachliche Entwicklung schwerhöriger und gehörloser Menschen (Förder-, Lehr- und Lernmethoden sowie Erforschung der sozialen Situation und Bildungssituation).
  • Verbesserung von Sprachförderung und -lehre für die Zielgruppe (gesamtösterreichische und internationale Vernetzung)
  • Mitarbeit an entsprechenden Aufgaben in Bildungsforschung sowie Schul- und Hoch-schuldidaktik
  • Aufrechterhaltung bzw. angemessener Ausbau eines gehörlosen-/schwerhörigenbezogenen Wissenschaftsbereichs in Österreich in Kooperation mit anderen einschlägig tätigen Institutionen und Gehörlosenvertretungen in Österreich und der EU.
  • Führende Mitarbeit an der österreichweiten Organisation der Inklusion hörbehinderter Menschen, Mitarbeit in der entsprechenden spezialisierten Bildungsforschung sowie Teilnahme an der europäischen Koordination.

 

Gehörlosigkeit und Hörbehinderung

In Österreich sind ca. 9.000 Personen (rund ein Promille) der Bevölkerung gehörlos und mindestens zwei Promille schwer hörbehindert. Im medizinischen Sinn spricht man von Gehörlosigkeit, wenn eine Hörbehinderung so gravie­rend ist, dass gesprochene Sprache nicht mehr verstanden werden kann, nicht einmal mit Hilfe eines Hörgerätes oder anderer technischer Hilfsmittel. Für Hörende sind Gehörlose eindeutig behindert. Ihrer Meinung nach handelt es sich bei der Ge­hörlosigkeit um einen 'Defekt', der irgendwie 'repariert' werden muss. Gehörlose sehen sich selbst nicht als Behinderte. Sprechen Gehörlose von ihrer Gehörlosigkeit, so beziehen sie sich damit auf ihre Sprache, ihre Vergangenheit und ihre Gemeinschaft (Gehörlosengemeinschaft).

 

Gebärdensprachen

Da Gehörlose Informationen nicht über ihre Ohren wahrnehmen konnten, entwickelten sie visuelle Kommunikationssysteme. Es handelt sich bei Gebärdensprachen nicht um Hilfssysteme, sondern um natürliche Sprachen mit einer eigenen Grammatik. Es gibt nicht nur eine ein­zige Gebärdensprache, die von allen Gehörlosen verwendet wird, sondern nationale Ausprä­gungen und sogar Dialekte. Ihr Status ist der von Minderheitensprachen. Gebärdensprachen sind nur in wenigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union rechtlich anerkannt, obwohl es innerhalb der EU ca. 400.000 Gebärdensprachbenützer/innen gibt. Die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) ist seit 6. Juli 2005 anerkannt.

 
 
 
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